Hollandrad
Fahrrad fahren ist eines der
meistgenannten Hobbies in Deutschland. Doch das Fahrrad kann nicht
nur als Freizeitgerät, sondern auch als Sportgerät
oder
Fortbewegungsmittel angesehen werden. Eine besondere Art des
Fahrrades ist das Hollandrad. Früher als Fahrrad für
alte
Leute verschriehen kommen heute auch immer mehr junge Leute auf den
Geschmack des Hollandrades, da dieses einen enormen Fahrkomfort zu
bieten hat. Erfunden
wurde das Hollandrad nicht wie es der Name
vermuten lässt in Holland. Statt dessen wurde es schon zuvor
in
Deutschland, Frankreich und England vorgefunden. Die Holländer
bauten diesen Radtypus nur nach. Der Name stammt also vermutlich
daher, dass gerade in Holland das Hollandrad als Arbeitsmittel
eingesetzt wurde zur Ausfahrt von Brötchen etc. Eine
Besonderheit des Hollandrades ist die aufrechte Haltung, die man beim
Fahren einnimmt. Diese ist für den Rücken schonender
als
bei anderen Fahrrädern und ausserdem sieht man besser, was auf
der Strasse passiert als zum Beispiel bei einem Rennrad, das in
gebückter Haltung gefahren wird. Durch die aufrechte Haltung
ist
auch das Aufsteigen leichter, da man sich hierfür nicht
bücken
muss. Das
Aufsteigen erleichtert auch - zumindest beim Damenrad -
der tiefe Einstieg. Das Herrenrad dagegen hat den typischen
Diamandrahmen. Ein weiteres Detail, die für die Wahl
eines
Hollandrades spricht ist der dicke Rahmen, der eine enorme
Stabilität
verspricht. Obwohl man hier nicht auf Komfort verzichten muss, ist
das Hollandrad anspruchslos und durch die stabile Verarbeitung nicht
anfällig für Fehler oder Schäden. Damit kann
man beim
Hollandrad fast schon zusichern, dass kaum Wartungsaufwand
nötig
ist. Obwohl auch Oma-Rad genannt, entsprechen Hollandräder dem
neuesten technischen Stand. Eine weitere Besonderheit ist der Lenker
dieses Fahrradtyps. Er ist im 65 Grad Winkel geneigt, was einem
höheren Wert entspricht als bei anderen Rädern. Neben
dem
bequemen Ledersattel verfügt das Hollandrad auch über
einen
geschlossenen Kettenkasten, was für die Sicherheit des Fahrers
wichtig ist. Zudem sind Nabenschaltungen eingesetzt und man
erhält
das Hollandrad inzwischen mit allen Gangschaltungen, in der Regel
drei bis sieben Gänge. Meistens sind beim Hollandrad auch
heute
noch Rücktrittbremsen integriert. Manche Modelle
verfügen
sogar noch über Trommelbremsen an den Rädern, die
über
eine Stange bedient werden. Auch die Integralbremse, die über
einen Hebel bedient wird ist beim Hollandrad noch alltäglich. Duch
den stabilen Aufbau ist das Hollandrad auch gebraucht noch viel Wert,
verliert kaum an Wert dem Neupreis gegenüber. Durch die
robuste
Art wird es auch gerne als Mietfahrrad eingesetzt, besonders auf den
friesischen Inseln, auf denen das Land sehr flach ist.
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